Du fragst dich, was wir schon auf die Beine gestellt haben?

Neben festen Terminen des DGB und der GEW, die regelmäßig stattfinden und von uns unterstützt werden, machen wir uns mit verschiedenen Aktionen stark für die Belange der Studierenden an der Uni.

Die Chroniken der Hochschulgruppe

Im Dezember 2007 fing alles an…

 

…zunächst gründete sich die Initiative SWS (= Studenten wollen studieren), die sich für eine allgemeine Verbesserung der Studienbedingungen an der Uni Landau einsetzte. Ausschlaggebend waren überfüllte Hörsäle, vereinzelt schlechte Betreuungsverhältnisse zwischen Dozenten und Studierenden und die bevorstehende Umsetzung des Bologna-Prozesses. Um sich Unterstützung zu holen, kam es Ende 2007 zu einem ersten Zusammentreffen der damaligen Initiative SWS mit der GEW. Im anschließenden Sommersemester 2008 gründete sich die GEW-Hochschulgruppe aus der Initiative SWS heraus.

Wintersemester 2008/2009: GEW-Hochschulgruppe mischt sich ein!

Auf einer vom AStA organisierten Podiumsdiskussion zum Thema „Lehramtsbezogener Bachelorstudiengang - Chance oder chancenlos?“ am 12. November 2008 im Atrium stellten sich Vertreter der Studienberatung und der Hochschuldozenten den kritischen Fragen der GEW Hochschulgruppe und 200 weiterer betroffener Studierender. Ein erster Schritt war getan!

Sommersemester 2009

Blockade der Hörsäle! Der erste Bildungsstreik startet: Die Hochschulgruppe blockiert die Hörsäle 1 und 2, um weiterhin auf die prekären Studienbedingungen und die laxe Umsetzung der Bachelor- und Masterstudiengänge aufmerksam zu machen. Statt überhitztem Hörsaal gab es heißen Kaffee!

 

Gleichzeitig sammelten wir, gemeinsam mit den Studierenden, eine Woche lang fleißig Pfandflaschen für unsere ironische Aktion „Pfand für die Uni“. Den Erlös überreichten wir mit einem großen Scheck im folgenden Winter im Rahmen einer Podiumsdiskussion an die Hochschulleitung.

Wintersemester 2009/2010

Der zweite Bildungsstreik stand bevor: Mit Unterstützung der GEW Südpfalz organisierten wir eine Podiumsdiskussion im Alten Kaufhaus in Landau zwischen Vertretern des Ministeriums, der Hochschulleitung, der GEW Rheinland-Pfalz und der Hochschulgruppe. Erneut mussten sich die Vertreter des Ministeriums und der Hochschulleitung unseren kritischen Fragen stellen!

 

Initiiert durch bundesweite Bildungsstreik-Aktionen wurde gemeinsam mit dem AStA nach einer großen Demo in Landau das Audimax für sechs Wochen besetzt!

 

Zu den gemeinsamen Forderungen zählten:

 

  •  Änderungen im Ba/Ma-System
  •  Ausweitung der demokratischen Prinzipien in der Hochschule
    (Erweiterung des Mitspracherechts der Studierenden in den einzelnen Gremien der Universität)
  • Verbesserung der Lehrbedingungen
    (z. B. bessere Betreuungsverhältnisse zwischen Dozenten und Studierenden)

Sommersemester 2010

Diesmal ging es unters Volk! Zusammen mit dem AStA, der JUSO Hochschulgruppe Landau und dem DGB organisierten wir den „Tag der Bildung“ auf dem Stiftsplatz vor der Lutherkirche in Landau. Wir informierten nun auch die Landauer Bürger, was es mit den Studentenprotesten der vergangen Semester auf sich hatte. Alle Teilnehmer ließen an diesem Tag ihre Wünsche an die Bildung in den Himmel steigen.

Sommersemester 2011

Im vergangenen Sommersemester haben wir uns besonders für die 4. Semester eingesetzt, die Förderpädagogik studieren wollten. Bei 133 Interessierten bot die Uni Landau nur 66 Plätze im Bereich Förderpädagogik an! Wir haben uns Unterstützung geholt und die GEW auf Landesebene eingeschaltet. In Gesprächen mit der Hochschulleitung haben wir unter lautstarkem Protest eine Anhebung auf insgesamt 80 Plätze erreicht. Doch auch das konnte kein zufrieden stellendes Ergebnis sein. Aktuell laufen noch Gespräche und wir bleiben an der Sache dran!

Wintersemester 2011/2012

Aufgrund anhaltender Proteste erreichten wir, dass alle 133 Interessenten einen Studienplatz Förderschulpädagogik bekamen. Ein riesiger Erfolg!

Anfang Dezember veranstalteten wir erstmals in Kooperation mit verschiedenen Fachschaften und Hochschulgruppen einen Weihnachtsbasar zugunsten der Stiftung „Foundation Pueblo“. Wir planen bereits im nächsten Wintersemester erneut einen Weihnachtsbasar zu veranstalten.

Geprägt war das Semester allerdings von den Protesten gegen die Schließung des Musikinstituts in Landau. Wir unterstützten die Fachschaft Musik bei ihrem Protest. Hierdurch konnte eine Einbindung der Schließungsabsichten in ein Gesamtsparpaket der Uni als Teilerfolg verzeichnet werden. Wir fordern auch weiterhin den Erhalt des Instituts und werden uns hierfür aktiv und lautstark einsetzen.

Sommersemester 2012

„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!“ Dieser „Schlachtruf“ lief gerade am Ende des Sommersemesters immer öfter über unsere Lippen. In der Phase, in der eigentlich die meisten Klausuren geschrieben werden und alle normalerweise mit Lernen beschäftigt sind entschied die Universitätsleitung große Einsparmaßnahmen.

Neben der schon langen angekündigten Schließung des Musikinstituts wurden nun auch in allen Fachbereichen Stellen gestrichen, obwohl abzusehen ist, dass die Studierendenzahlen steigen werden. Dies konnten wir natürlich nicht protestlos hinnehmen. So unterstützen wir als Hochschulgruppe die Studierenden bei ihrem Protest und organisierten diesen auch Federführen mit. Als Auftakt besuchten wir unseren Vizepräsidenten bei einer Veranstaltung auf dem Hambacher Schloss und forderten Transparenz bei den Einsparungen und eine ernsthafte Suche nach Alternativen. Durch die Störaktion bei dieser öffentlichen Veranstaltung erreichten wir an diesem geschichtsträchtigen Ort eine große Öffentlichkeit. Doch dies war nur der Anfang. Als nächsten Schritt suchten wir unseren Vizepräsidenten eine Woche später morgens in einer seiner Vorlesungen mit 500 Studierenden auf, um mit ihm zu diskutieren. Noch eine Woche später gab es die erste größere Demonstration in der Landauer Innenstadt mit 800 Studierenden. Wir zogen vom Marktplatz aus zur Uni hoch und besetzten anschließend für 3 Tage das Audimax.

Den Abschluss der Proteste bildete eine Großdemonstration in Mainz, an der sich ca. 600 Studierende beteiligten, um gegen die Einsparungen vor dem Präsidium und dem Bildungsministerium zu protestieren.

 

Ein weiterer Schwerpunkt war noch unsere Aktion gegen den Wohnraummangel in Landau. Bereits im November 2011 haben wir eine erste Umfrage gestartet um die Wohnraumsituation in Landau, zu ermitteln. Eine zweite Umfrage zu Beginn des Semesters bestätigte noch einmal die Ergebnisse: In Landau sind nicht genügend bezahlbare Wohnungen für Studenten vorhanden. Um unseren Unmut darüber öffentlichkeitswirksam Ausdruck zu verleihen, zelteten wir einen Tag lang auf dem Marktplatz. Wir veranstalteten an diesem Tag eine Podiumsdiskussion in unserer „Zeltstadt“, bei der wir gemeinsam mit dem Oberbürgermeister, VertreterInnen der Stadtratsfraktionen und der Vorsitzenden des Studierendenwerks über die aktuelle Situation zu diskutierten. Zu Beginn des neuen Semesters soll es einen Aufruf an die Landauer Bevölkerung geben frei stehende Wohnungen doch kostengünstig an Studierende zu vermieten. Ein kleiner Erfolg, doch das Thema wird uns voraussichtlich auch weiterhin beschäftigen.

Wintersemester 12/13

Zu Beginn des Wintersemesters 2012/13 nahm der Wohnraummangel in Landau katastrophale Zustände an. So mussten einige StudentInnen anfangs in Autos oder Hotelzimmern für bis zu 80€ die Nacht schlafen. Da weder Stadt noch Universität auf diese Zustände reagierten, griff die DGB-GEW Hochschulgruppe Landau ein. Joshua Geiger und Jonas Priester übernahmen federführend die Vermittlung von Übergangslösungen für die Betroffenen. So meldeten sich zahlreiche WGs, die noch eine Couch oder ähnliches frei hatten, um Übergangsweise einen Studierenden aufzunehmen.

Doch das Engagement einer Hochschulgruppe soll nicht die Aufgaben einer Universitätsstadt erledigen und so wurde dem Stadtrat bei der nächsten Bürgerfragestunde ein Besuch abgestattet.

Der Landauer Oberbürgermeister zeigte kein Verständnis dafür, das man sich mit diesem Problem an ihn wandte, schließlich habe er seine Tochter zur Selbständigkeit erzogen und sie hat in Berlin auch etwas ohne die Hilfe vom dortigen Oberbürgermeister gefunden und dies würde er von anderen Studierenden in Landau auch erwarten können. Für weitere Gespräche mit der Hochschulgruppe war er nicht bereit.

Anfang Dezember kam es zu einer Neuauflage unseres Weihnachtsbasar, bei dem Spenden für die Stiftung Fundacion Pueblo gesammelt wurden.

Sommersemester 13

Das Sommersemester stand ganz im Zeichen der Anstehenden Bundestagswahl. Den Höhepunkt bildete eine Podiumsdikussion zur Bundestagwahl mit allen BundestagkandidatInnen des Wahlkreises, die wir gemeinsam mit dem DGB-Kreisverband organisiert haben.

Im Vorfeld waren wir zwei Tage lang mit Infoständen an der Uni präsent, um frühzeitig auf die bald anstehende Bundestagswahl hinzuweisen.

Wir führten in diesem Rahmen eine Umfrage unter den Studierenden durch, wie ihre Wahlentscheidung ausfallen würde. Heraus kam, dass gut ein Drittel bisher noch unentschlossen sind.

Auf der DGB-Bezirksjugendkonferenz waren wir mit zwei Delegierten vertreten und konnten uns dort für das Thema „Inklusion“ stark machen und es über einen Änderungsantrag in die Leitforderung der DGB Bezirksjugend integrieren.

Und sonst noch?

Wir unterstützen regelmäßig Info- und Fortbildungsveranstaltungen des DGB und der GEW an der Uni Landau. Ein fester Bestandteil ist zum Beispiel die Infoveranstaltung

 

“Erstes Staatsexamen / Master – wie weiter?“

 

Dort erfahrt ihr alles Wissenswerte rund um den Vorbereitungsdienst (Referendariat) in den jeweiligen Schularten. Die Veranstaltung lohnt sich also vor allem zum Ende eines Lehramtsstudiums.

 

Du findest, ein bestimmtes Thema kommt in deinem Studium zu kurz? Nutze unsere Kontakte. Du kennst selbst geeignete ReferentenInnen zu deinem Thema und hast Lust, mit uns etwas auf die Beine zustellen? Komm einfach vorbei. Termine erfährst du über unsere Homepage.