Proteste für freie Schwerpunktwahl im Sonderpädagogikstudiengang

von Jonas Priester

Am 17.12.2013 fuhren so mehr als 200 Studierende frühmorgens nach Mainz. Ziel war es, sich lautstark gegen die schlechten Studienbedingungen insbesondere innerhalb des Studiengangs Sonderpädagogik zu wehren. Eine entsprechende Petition hatten bereits mehr als 3.000 Personen unterzeichnet.

 

Die Unterschriften wurde dem Senat der Universität Koblenz-Landau sowie Vertretern des Bildungsministeriums in Mainz übergeben.

 

Nachdem sich über 200 Studierende angekündigt hatten, hat das Ministerium Gesprächsbereitschaft signalisiert und eine Delegation von 3 Personen empfangen.

 

Der Präsident der Universität Koblenz-Landau sicherte den Studierenden zu, sich mit Ihnen und der Leitung des Instituts für Sonderpädagogik zusammenzusetzten, um nach einer Lösung zu suchen.

 

Das Ministerium indes versprach sich mit der Universitätsleitung in Verbindung zu setzten, wies aber auch darauf hin, das bereits einiges an Geld in die rheinlandpfälzischen Hochschulen investiert werde.

Zum Hintergrund:

Dass die finanzielle Lage der Universität und somit auch die personelle Ausstattung der Universität Landau schlecht sind, ist den Studierenden schon lange bewusst. Jedes Semester müssen sie, aufgrund kapazitärer Engpässe, um Plätze in Seminaren kämpfen. Dies betrifft alle am Campus Landau vertretene Institute.

Das Institut für Sonderpädagogik hat Kapazität für 120 Studenten pro Semester, 80 Plätze im Bereich Förderschwerpunkt Lernen und jeweils 40 Plätze in den Förderschwerpunkten Sprache, ganzheitliche Entwicklung, motorische Entwicklung und sozial-emotionale Entwicklung. Zum Eintritt in den Master, nach dem 6. Semester, müssen die Studierenden im Bereich Sonderpädagogik zwei Förderschwerpunkte wählen. Diese Wahl erfolgt, indem alle 5 Schwerpunkte nach Priorität, von 1 hoch nach 5 niedrig, sortiert werden.

Zum zurzeit laufenden Semester haben sich 134 Studierende in den Master eingeschrieben. Aus dieser Überbelegung erfolgte eine Kettenreaktion, nach der ca. 30 Personen keinen Platz im gewünschten Förderschwerpunkt erhalten haben.

Die Studierenden sind enttäuscht und verärgert, denn diese Zuweisung entscheidet über ihr späteres Berufsfeld.

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